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Weltwunder und der Weg dahin – Fotos

Monday, June 6th, 2011

Grand Canyon… ein Weltwunder

Monday, June 6th, 2011

Beeindruckend an der Kante zu stehen und über einen Kilometer geht es nach unten… ziemlich direkt nach unten.

Für die Beschreibung des Grand Canyon kann man eigentlich nur auf Superlative zurück greifen. Unglaublich und atemberaubend, was die Natur dort geschaffen hat. Über Jahrmillionen grub sich der Colorado River hier durch das Gestein und schuf dieses Weltwunder. Am Grund der Schlucht sind Erdschichten erreicht, die zum Teil vor 1,8 Milliarden Jahren entstanden sind. Das sind Zeitabstände, die man sich kaum vorstellen kann… man steht an der Kante und ist einfach überwältigt.

Ich habe mich, wie schon geschrieben, für die Nordseite des Grand Canyons entschieden. Diese liegt im Schnitt auf 2400 Meter über Meeresniveau (die Südseite im Schnitt um 2100 Meter). Diese 300 Meter sorgen für eine sehr unterschiedliche Umgebung. Der Nordrand hat sehr dichte Nadelwälder in den höchsten Lagen und dichten Mischwald darunter. Zum Teil war es, als wenn ich auf einen Teppich schauen würde, so dicht standen die Bäume.

Der Nordrand ist auch kühler und hat deutlich mehr Niederschlag (zumeist als Schnee im Winter, letzte Schneeflecken lagen auch noch, trotz angenehmer knapp 20°Celsius). Durch den Niederschlag ist der Nordrand deutlich dichter bewachsen. Schon die Anfahrt durch diese dichten Wälder ist wunderschön.

Neben diversen Aussichtspunkten gibt es auch eine Menge Wanderwege. Der anspruchsvollste ist der sogenannte „Rim-to-Rim-Hike“. An einem Rand runter, durch die Schlucht am Colorado lang und dann die andere Seite wieder hoch. Sind dann so um die 35 Kilometer (pro Tour!). Das könnte man an einem Tag doch wandern… schon, aber nicht mit den hier gegebenen Begleiterscheinungen wie: 1400-1700 Meter Höhenunterschied zwischen dem Colorado River (ganz unten!!!) und den Rändern, in den Wandermonaten (im Winter ist der Nordrand oft geschlossen wegen bis zu 5m Schnee), also so ab Mai, kann es in der Schlucht um die 50°Celsius heiß werden, man kommt durch 5 verschieden Klimazonen und dann muss man noch auf die Tierwelt achten (Berglöwen, Schlangen, Hirsche, usw.). Da sollte man eine Wanderung schon gut geplant haben und außerdem eine Erlaubnis für eine mögliche Übernachtung.

Da ich nichts geplant habe, habe ich erst eine kleine Runde an der „Grand Canyon North Rim Lodge“ gemacht und dann eine Etappe in Richtung Schlucht genommen, was insgesamt 5,4 Kilometer waren, die insgesamt 1000 Höhenmeter Unterschied hatten (500 runter, dann 500 hoch). Meine Wanderungen im Bryce Canyon waren nette Spaziergänge dagegen. Das hier war extrem fordernd! Aber ich hab mir auch was vorgenommen. Ich komme wieder und mache eine geplante „Rim-to-Rim-Wanderung“!

Für heute bin ich froh, dass ich meine Beine ein wenig hochlegen kann und mich für die morgige Fahrt ausruhen kann. Es geht weiter Richtung Chicago… morgen fahr ich dann nach Denver.

Mal sehen, was der Weg dorthin bereit hält!