Leaving Las Vegas… hat geklappt auch ohne sich zu Tode zu trinken. Hätte mir auch keinen Oscar gebracht
Bin von Sin City erst mal Richtung Norden gefahren. Das Ziel war zwar Los Angeles, aber nicht ohne das ich eine Zwischenstopp im Tal des Todes gemacht habe. Das Death Valley ist von Bergen umrahmt und an diesen Bergen regnen sich die Wolken, die vom Pazifik kommen, ab. Aus diesem Grund kommt man hier an einen der trockensten Punkte der Erde. Die einzige gefühlte Luftfeuchtigkeit ist der verdampfende Schweiß, wenn man aus dem klimatisierten Fahrzeug steigt. Es ist einfach nur heiß. Selbst der Wind ist wie aus einem Fön.
Dabei war es heute ein quasi „milder“ Tag mit nur 101°Fahrenheit (38,33°Celsius). 2009 waren es 104°Fahrenheit (40°Celsius)… da aber um 22:30 Uhr.
Und trotz dieser hohen Hitze und des fehlenden Regens sieht man doch Zeichen von Leben. Seien es Präriefüchse, Dickhornschafe oder auch Pflanzen und Blumen.
Am Devil’s Golfcourse bleibt man fasziniert stehen und betrachtet die Salzstrukturen, die sich hier gebildet haben. Leider erkennt man hier und insbesondere am Badwater Basin den Einfluss der vielen Besucher. Da einige es ja immer besser wissen bzw. sich um das, was sie dort betrachten nicht wirklich scheren, wurden viele Salzstrukturen zertrampelt.
Auch der See, welcher ganzjährig am Badwater Basin steht, ist deutlich kleiner, als er es noch vor Jahren war. Auch dies wird durch das Zerstören der Salzkruste verursacht. Nebenbei: der See hat eine eigene Quelle und ist, grundsätzlich das gesamte Jahr vorhanden. Obwohl das Wasser durch die umgebenden Salze (hauptsächlich Tafelsalz – kann man genießen!!!) für Menschen ungenießbar (daher auch der Name) ist, haben sich auch hier Lebewesen gefunden, die diese Nische besetzt halten.
Ich habe mich auch wieder auf Trails begeben. Hierbei hab ich strikt darauf geachtet immer mind. 3 Flaschen (0,5l) Wasser dabei zu haben. Wenn ich die erste leer hatte, war es Zeit umzukehren. Außerdem hab ich mir ein Sonnenschutzspray gekauft, um das Verbrennen weiterer Hautpartien zu vermeiden.
So ausgerüstet bin ich dann zur Natural Bridge gewandert. Sind ca. 1,3 Meilen, wenn man den gesamten Weg geht. Hab ich gemacht und war froh viel Wasser dabei zu haben. Die Gesteinsformation, gebildet durch Erosion und das Auffalten der umliegenden Bergketten, sahen zum Teil bizarr aus. An einigen Stellen hatte man das Gefühl, dass es sich um künstlich gestaltete Bereiche handelt. Aber, gemäß der Informationstafel, sind diese durch Wasserfälle entstanden, welche bei Regen im Gebirgen entstehen.
Den zweiten Trail habe ich dann am Badwater Basin selbst unternommen. Raus auf den Salzsee (am Besten auf dem Weg bleiben, da man sonst ggf. einbrechen könnte) und ca. 1 Meile weit gegangen. Hier wurde mir erst richtig bewusst, was Hitze bedeuten kann. Den auf dem Salzsee kommt sie von allen Seiten. Die Meile hat mir dann auch gereicht!
Verbrannt bin ich trotz Sonnenschutz. Lichtschutzfaktor 50… frag mich, wie durchgebraten ich ohne gewesen wäre
War auf jeden Fall schon eine geile Erfahrung, wobei ich froh war, dass es sich um Hauptbesuchszeit handelte. Alleine, also keine anderen Besucher in der Nähe, sollte man sich deutlich gut vorbereiten für solche eine Wanderung. Immer wieder kommen Wanderer um, die die Hitze und die damit eingehende Dehydrierung unterschätzen.
Mein weiterer Weg führte mich dann noch über einen Schotterweg, den ich nie als Straße erkannt hätte. War aber sogar mit Straßennamen versehen. Das war aber auch das einzige Zeichen von Zivilisation bei dieser Straße. Ohne mein Navigationsequipment wäre sie mir nie aufgefallen!
Der restliche Weg gestaltete sich unspektakulär über Highways und Interstate und so habe ich es ins Rodeway Inn in Anaheim geschafft. Direkt am Haupttor von Disneyland gelegen.
Als der Park sein tägliches Feuerwerk abbrannte, dachte ich zunächst an eine Schießerei… bis die Blagen vor Freude rumkreischten. Das können spannende Tage werden… wer wird zuerst von mir erschlagen? Die Feuerwerker, die Kinder, oder alle?