Archive for May 29th, 2011
Bryce, Zion und die Wege dazwischen – Fotos
Sunday, May 29th, 2011Closer to the Edge – Bryce und Zion Nationalpark
Sunday, May 29th, 2011So… da ich immer noch Probleme habe Fotos ordentlich zu posten, habe ich meinen IT-Fachmann darauf angesetzt. Ich hoffe, dass er das Problem beheben kann.
Heute habe ich gleich zwei Nationalparks besucht.
Zunächst wäre da Bryce Canyon zu nennen. Schon der Weg war beeindrucken. Der Park liegt ca. 80 Meilen von Cedar City entfernt. Der Weg führt am Cedar Breaks National Monument vorbei. Hierbei handelt es sich um erodierte Felsabhänge eines Hochplateaus. Aber was erzähl ich… die Abzweigung war gesperrt, wegen weiterhin unpassierbaren Straßen.
Aber auch der „normale“ Weg war sehr schön. Es waren zwar auf der Passstraße nur knapp 5°Celsius (durch den Wind fühlte es sich noch kälter an) aber es war klar, sonnig und die weiten Schneefelder und Wälder ergaben ein tolles Panorama. Zwischen drin waren noch Lavafelder (nur 5000 Jahre als, wie ein Schild verriet). Hatte ich ehrlich gesagt nicht mit gerechnet, dass auch dies eine, erdgeschichtlich gesehen, aktive geothermische Zone ist. Man lernt nie aus!
Anschließend ging es durch den „Dixie National Forest“ welcher den sog. Red Canyon einschließt. Hier war ich nun im Land, wie man es wirklich aus den meisten Western kennt. Hohe rote Klippen, Sandlandschaft, sparsamer Pflanzenbewuchs und zum Teil reißende Bäche, die ihre Schneisen durch das Gestein schneiden. Traumhaft! Außerdem wurde es nun auch wärmer… zwischen den Passstraßen und dem Red Canyon mal eben um 15°Celsius. Und das, obwohl die Höhe über dem Meeresspiegel zum Teil identisch war.
Nun hatte ich es endlich in den Bryce Canyon Nationalpark geschafft. Der Bryce Canyon stellt genau genommen auch die erodierten Abhänge des Plateaus dar… nur auf der anderen Seite als Cedar Breaks und viel umfangreicher.
Bryce Canyon liegt zwischen 2000 und knapp 3000 Meter ü.n.N. Er hat diverse Aussichtspunkte (mit klangvollen Namen wie Sunrise Point, Inspiration Point aber auch Paria Point und viele mehr) und bietet sog. Trails an. Hier kann man auf Schusters Rappen die Canyons erkunden. Hierbei geht es meist erst nach unten (z.T. mehrere hundert Meter), um anschließend wieder nach oben zu steigen. Klingt im Grunde nach einer netten Wanderung, aber man sollte nicht unterschätzen, dass man 2000 Meter über dem Meeresspiegel ist und die Luft da schon deutlich dünner ist.
Ich habe zwei Trails gelaufen und war damit gut beschäftigt. Einer war nur 1,2 Kilometer lang, aber mit einer starken Steigung. Der zweite war dann 5,2 Kilometer lang und führte am Ende auf den Trail, welchen ich doch schon bestritten hatte. Tja… da hätte ich die Karte vorher besser studieren sollen
Hat auf jeden Fall richtig viel Spaß gemacht. Nur Getränke sollte man dabei nicht vergessen.
Auch die Aussichtspunkte waren eine Fahrt wert. Der Höchste liegt auf knapp 3000 Metern und lässt einen weit in das Colorado-Plateau schauen. Da es auch im gesamten Bryce Canyon Nationalpark sonnig war, hatte ich mir extra ein Basecap mitgenommen, damit es mir nicht wieder den Kopf verbrennt. Bei den Wanderungen (da es in dem Bereich wärmer war und ich den Pulli gegen ein Shirt getauscht hatte) hab ich mir dafür die Arme und den Nacken verbrannt. Na ja… dann werd ich mir die nächsten Tage halt Kühlmittel auf die verbrannten Stellen spachteln. Und für die Klugscheißer: Ja, ich hätte vorher was auftragen sollen!!! Danke!
Auf dem Rückweg nach Cedar City konnte ich dann noch durch den „Zion Nationalpark“ fahren. In diesem Bereich waren auch die Anasazi-Indianer ansässig. Auch hier gibt es tiefe Canyons, die durch Regenwasser, Schmelzwasser aus den höheren Lagen und div. anderen Erosionsgründen entstanden. Ein großer Unterschied für mich war, dass der Bryce Canyon gratiger war, während im Zion Nationalpark die Felsen viel weicher abgeschliffen waren. Beide Parks boten aber wunderschöne Einblicke in die Natur.
Leider waren die Tiere ein wenig scheu. Es lag aber wohl auch an der Tageszeit. Die meisten Tiere sollen im Bereich der Dämmerung zu erspähen sein. In beiden Bereichen gibt es Rehe, Prärie Dogs (sind mit den Murmeltieren verwandt), Backen-, Streifen- und Eichhörnchen und auch Berglöwen (wobei diese sehr selten und sehr scheu sind). Ich habe hauptsächlich Backen- und Streifenhörnchen gesehen. Leider ließen sie sich nicht von mir fotografieren. Aber das bin ich von diesen Nussjägern nicht anders gewohnt!
Hierbei fällt mir noch ein., dass es immer wundervoll ist, dass sich die meisten Parkbesucher nicht daran halten einfach zu halten (nur in ausgewiesenen Stellen erlaubt) und umgehend auf die Bremse latschen, wenn ein Tier am Straßenrand steht. Da der amerikanische Autofahrer von Abstand soviel hält wie ich von Freundlichkeit, nämlich herzlich wenig, verwundert es mich, dass ich bisher nur einen Auffahrunfall gesehen habe! Ach ja, beim Blinken ist es ähnlich; ist ein nettes Feature, aber warum jemand verraten wohin man fährt, soll doch immer eine Überraschung sein!
Ich habe auf jeden Fall einen aufregenden Tag hinter mir und viele Fotos geschossen. Diese können aber nicht die Wirklichkeit wiedergeben und es gab außerdem viele Fotos, die ich nicht machen konnte (Motiv rannte weg, keine Parkmöglichkeit, etc).
Während draußen nun ein Sturm aufkommt, hoffe ich auf meinen IT-Fachmann um Euch schnell ein paar Fotos zu den Nationalparks zu zeigen. Ich spachtel noch ein wenig Apressun auf die Arme und den Nacken („Es soll sich mit der Lotion einreiben!“) und dann hau ich mich hin.
Morgen geht es nach Las Vegas. Zwei Übernachtungen in Sin City. Ein wenig Entspannung… und ein Ausflug in die Wüste Nevada hab ich mir vorgenommen.
Mal schauen, was dazwischen kommt!






























